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Neuer Web-GAU droht

Tschernobyl, einer der gefährlichsten Viren aller Zeiten, steht möglicherweise vor einem Comeback. Experten der Antivirusfirma Panda Software machten eine neue Variante des berüchtigten Tschernobyl-Virus aus, wie das Online-Magazin „PCgo“ unter Berufung auf amerikanische Zeitungsberichte berichtete.


Der Killer sei theoretisch ebenso gefährlich wie die übrigen Vertreter der W95/CIH10XX-Familie. Grund zur Besorgnis gebe es dennoch nicht, so „PCgo“. Bislang nämlich sei der Virus noch nicht frei im Internet aufgetaucht. Es sei außerdem fraglich, ob sich das tückische Programm heute überhaupt noch verbreiten könne. Schließlich sei wohl jeder Virenscanner mit Tschernobyl vertraut.

Einmal im Monat schlägt er zu

Die jetzt von Panda Software entdeckte Variante sei in einer Hinsicht in jedem Fall gefährlicher als das Original. Während sich Tschernobyl nur einmal im Jahr, eben am 26. April, aktivierte, macht sich das Plagiat an jedem Zweiten eines Monats an die zerstörerische Arbeit. Der Virus ist theoretisch für alle Rechner eine Gefahr, die mit Windows 95, 98 oder Windows Me ausgerüstet sind.

Der ursprüngliche Tschernobyl-Virus habe erstmals 1998 für Schrecken unter Computernutzern gesorgt, so „PCgo“. Das Programm, das sich selbst am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe am 26. April gestartet habe, verursache teilweise irreparable Schäden am BIOS und auf dem Motherboard. Die Schadenshöhe sei in die Milliarden gegangen.

Quelle:
www.focus.de
03.12.02, 14:56 Uhr



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H.Carstens
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