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Nasa-Forscher: Armada von 'Spinnbotern' soll fremde Planeten erkunden

"Wenn ein Instrument ausfiel, dann war die gesamte Mission gefährdet." So bringt Neville Marzwell vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa eines der größten Probleme der unbemannten Raumfahrt auf den Punkt. Wissenschaftler des JPL haben jetzt einen spinnenartiger Roboter entwickelt, der sich in Zukunft flexibel an verschiedene Aufgaben anpassen soll.
Die Vision der Forscher ist es, Hunderte dieser "Spinnboter" zu Planeten, Kometen oder Asteroiden zu schicken. Jeder dieser Roboter würde die von ihm gesammelten Daten sofort an die in seiner Nähe arbeitenden "Kollegen" weitergeben, so dass jeder Spinnboter nach kurzer Zeit im Besitz der gesamten zusammengetragenen Information ist. Somit würde der Totalverlust eines einzelnen Roboters das Ziel der jeweiligen Mission nicht gefährden.

Statt Räder haben die etwa handgroßen Prototypen sechs spinnenartige Beine. Das macht sie unabhängig von der Beschaffenheit des jeweiligen Geländes. "Unser Ziel sind kleine tüchtige Roboter, die die unterschiedlichsten Umgebungen erkunden können. In anderen Worten: Roboter, die jederzeit überall hingehen können", sagt Robert Hogg vom JPL. Neben den Aufgaben in der Raumfahrt könnten solche Roboter auch Arbeiten auf der Erde übernehmen, wie beispielsweise die Untersuchung gefährlicher Stoffe.

Als nächsten Schritt planen die JPL-Forscher, die beiden Vorderbeine der Spinnboter mit Werkzeugen auszustatten. Damit könnten die Roboter Grabungs- oder Reparaturarbeiten ausführen. Außerdem ist eine auf ein Zehntel der jetzigen Größe verkleinerte Version der Spinnboter geplant. Zusätzlich sollen zukünftige Spinnboter dazu in der Lage sein, selbständig Entscheidungen zu treffen.

Quelle:
www.bdw.de
Axel Tillemans



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