New York (ddp) – Die kostenpflichtigen Online-Angebote der Musikindustrie haben nach wie vor keine Chance gegen Internet-Tauschplattformen. Nach Informationen der Marktforscher von Nielsen/Netratings wächst etwa die Nutzung der Tauschbörse Kazaa zurzeit jährlich um 324 Prozent. Im Oktober haben sich demnach Internet-Nutzer 14 Millionen Mal bei Kazaa eingebucht.
Weit abgeschlagen sind dagegen die Dienste der Plattenindustrie. Pressplay schaffte beispielsweise im Oktober nur 535.000 Zugriffe. Insgesamt haben alle Online-Musikabos zusammen nur etwa 10.000 Abonnenten und sind damit noch weit entfernt von den einst 70 Millionen Napster-Usern.
Angebote von Bezahl-Diensten zu schlecht
Die Musikindustrie hatte die Abo-Dienste gegründet, um dem illegalen Musikaustausch über das Internet zu begegnen. Das scheint mit den vorhandenen Angeboten jedoch nicht möglich. Analysten führen die schwache Akzeptanz vor allem auf das unzureichende Musikangebot zurück.
'Weder Pressplay noch Musicnet hatten die aktuellen Top-Ten-Titel vom Oktober in ihrem Angebot', beklagt Matt Kleinschmidt, Chef des auf Musik spezialisierten Beratungshaus Ipsos Reid.
Info:
www.nielsen-netratings.com
www.kazaa.com
Quelle:
www.chip.de
03.12.2002, 11:01
