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IDC zu Cyberterror: 2003 krachts im Internet

Marktforscher prognostizieren, dass das Web ein bis zwei Tage total ausfallen wird.

Diesmal ist es ausnahmsweise kein amerikanischer Geheimdienst, der vor einem groß angelegten Cyber-Terrorakt warnt, sondern das renommierte Marktforschungsinstitut IDC. Laut den Analysten wird das Internet 2003 durch einen terroristischen Angriff für vermutlich ein bis zwei Tage lahm gelegt werden entweder durch einen massiven Denial of Service-Angriff oder eine Störung des Netzwerks virtuell oder sogar physisch.
Nach Meinung von John Gantz, Chef der Forschungsabteilung bei IDC, "wird der Irak-Krieg Hacker geradezu elektrisieren". Worauf konkret Gantz seine Prognose stütz, teilte er jedoch nicht mit. Das CIA jedenfalls wird nicht müde, die Gefahren durch einen in einem "Cyberwarfare" zu beschwören. Dazu zählen Angriffe auf Infrastrukturen von Behörden oder Unternehmen über das Internet. Als Hauptbedrohung werden immer wieder die Al-Qaida, sunnitische Extremisten, die libanesische Hisbollah sowie die japanische Endzeit-Sekte Aum Shinri-Kyo beziehungsweise Aleph angeführt.

Allerdings beschwichtigen immer wieder besonnene Stimmen: Eine Studie des britischen Sicherheitsunternehmens mi2g etwa räumt mit der Panikmache auf: Die Bedrohung aus dem Internet sei eher als marginal zu bezeichnen und nehme seit Monaten stetig ab.

In dem Report werden Übergriffe auf Regierungssysteme über das Internet seit dem 11. September 2001 aufgelistet. Überraschendes Ergebnis: Häufigstes Opfer von Hacks war im November die australische Regierung, auf das gesamte Jahr gesehen ist es China. Wirkliche Gefahr gehe von gerade einmal ein bis zwei Prozent aller Hacks aus. Seit April 2001 sei sogar ein stetiger Rückgang der Angriffe beziehungsweise Spionageversuche zu verzeichnen.

Die Studie bestätigte Aussagen des Professors Hartmut Pohl, Direktor des Institut für Informationssicherheit (ISIS), auf dem Kongress "Strategisches IT Sicherheitsmanagement" des TÜVs in Berlin. Auch er bezeichnete die Gefahren des Cyber-Terrorismus als aufgebauscht.

Der größte Cyberangriff in diesem Jahr ereignete sich im Oktober: Damals war ein groß angelegter aber nicht besonders perfider Angriff auf die Rechner, die als Adress-Dateien für das Internet fungieren, ohne Folgen geblieben. Von Montag den 21. Oktober an waren die 13 Domain-Name Service (DNS)-Root Server für mehrere Tage Opfer einer Denial-of-Service (DoS)-Attacke. Bis auf vier gingen alle Rechner vorübergehend in die Knie.

Quelle:
www.zdnet.de
Von Ed Frauenheim und Dietmar Müller
ZDNet
13. Dezember 2002, 14:48 Uhr



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